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Transfohhhrmation hurts

Transfohhhrmation hurts

Transfohhhrmation hurts

German version below!

No news: 2020 was very different from what we expected. I have to say, it was still a good year for us. The pandemic gave us room to ask fundamental questions and find new answers. The transformation from Youth against AIDS to the Organisation for Human Health & Happiness (ohhh! foundation for short) is also the result of this pandemic. 

I'll be honest, we were already actively working on our realignment from February 2020 - but we were only able to invest real energy and strength when the pandemic hit us and threw our plans out of the window.

What initially caused a lot of stress and questionmarks ended up being a new situation in which we had the time, especially in the first lock down, to seriously reflect and give space to new thoughts.

This time was a caesura, also for me personally. I have led this organisation up to this point - we were successful, received a lot of support, but  also had the impression that something didn't fit anymore. "Youth against AIDS" felt like too tight a corset for some projects. 

We have taken off this corset. Our clothes fit again. 

Ohhh! is our answer to the future. We remain committed to the goal of ending HIV by 2030. But we know that our target group is actually no longer interested in HIV/AIDS. We know that the topic of sexuality excites many and yet it is a big taboo. We know that sexually transmitted infections are on the rise. And we know that all of this is somehow interrelated. 

We take this into account and realise that we have to find new answers. What is really relevant? What actually helps whom and when?
We are convinced that prevention has to be more important again in the future, we are convinced that physical health is closely connected to mental health. Instead of focusing on "sick care", we really want to foster "health care". 

We dream of solutions that help young people lead healthier lives, we want to prevent them from getting sick. But we are not naive - we cannot achieve everything alone.
We rely on cooperation, exchange and self-development to achieve our goals: We empower young people to explore, experience and embrace their individual sexuality respectfully and safely. We provide knowledge, safety and support for their health, well-being and happiness.

This is ambitious, of course, and I know very well what a far-reaching mission we have given ourselves here. The idea of achieving this goal and helping young people drives me, drives us. Watching my own development and that of my team makes me proud. We have done a lot in 2020 to prepare for this journey. We turned the whole team upside down, took a very diagnostic approach and uncovered our weaknesses. A lot of changes followed from that. Our team has also become smaller, many positions have been changed and a new governance has been introduced. We are currently implementing a project-driven, agile and data-based way of working. That alone is a huge challenge for an organisation, but we have not stopped there. Our transformation is comprehensive and I am convinced that it can only be successful because it does not stop and because it questions everything. 

We have set new cultural priorities, we want to be a good employer and maximise the benefits for our target group. Along the way, we have to secure our existence, manage the risks in uncertain times and keep adapting the strategy.

I have learned a lot about transformation, how to overwhelm an organisation with too much change and how hard it is to make the right but delicate decisions and stick with them despite the resistance. 

I've learned how much it takes leadership to drive change, how much it takes leadership to develop people, how much it takes leadership to get results. 

Transformation hurts quite a bit, it takes energy and it takes away your breath - so many things to consider in order to ask all the questions, find appropriate answers and move in a new direction.

As a relatively young organisation, I always thought we were very dynamic. Now I know how much it can hurt even a relatively young and small organisation to initiate and execute all this in a very short time. I underestimated how quickly routines and habitual patterns can paralyse and how hard it is to change them. Yes, transformation hurts quite a bit. But without it, there is no change and change is urgently needed.

I expect this process to have significant effects in the second quarter and I am quite sure that by then we will already want to do many things differently that still seem right today. In this sense: Keep transforming, even if it hurts.



Happy Friday everyone!

Daniel Nagel, CEO


Transfohhhrmation hurts

Keine neue Nachricht: 2020 war ganz anders als erwartet. Ich muss sagen, für uns war es dennoch ein gutes Jahr. Die Pandemie hat uns Raum gegeben, grundsätzliche Fragen zu stellen und neue Antworten zu finden. Die Transformation von „Youth against AIDS“ zur „Organisation for Human Health & Happiness“ (kurz: ohhh! foundation) ist auch das Ergebnis dieser Pandemie. 

Ich bin ehrlich, wir haben unsere Neu-Ausrichtung zwar bereits aktiv ab Februar 2020 bearbeitet - so richtig Energie und Kraft haben wir aber erst investieren können, als die Pandemie über uns hereinbrach und unsere Pläne über den Haufen geworfen hat.

Was zunächst einmal sehr viel Stress und Fragezeichen verursachte, war am Ende eine neue Situation, in der wir gerade im ersten Lockdown die Zeit hatten, ernsthaft zu reflektieren und neuen Gedanken Platz einzuräumen.

Diese Zeit war eine Zäsur, auch für mich persönlich. Ich habe diese Organisation bis hierher geführt - wir waren erfolgreich, haben viel Unterstützung erfahren, aber wir hatten auch den Eindruck, dass etwas nicht mehr passte. „Youth against AIDS“ fühlte sich für einige Vorhaben wie ein zu enges Korsett an. 

Dieses Korsett haben wir abgelegt. Unsere Kleider passen wieder. 

Ohhh! ist unsere Antwort auf die Zukunft. Wir bleiben dem Ziel verbunden HIV bis 2030 zu beenden. Wir wissen aber, dass unsere Zielgruppe sich eigentlich gar nicht mehr für HIV/AIDS interessiert. Wir wissen, dass das Thema Sexualität viele elektrisiert und dennoch ein großes Tabu ist. Wir wissen, dass die sexuell-übertragbaren Infektionen zunehmen. Und wir wissen, dass das alles irgendwie miteinander zusammenhängt. 

Wir tragen dieser Erkenntnis Rechnung und begreifen, dass wir neue Antworten finden müssen. Was ist wirklich relevant? Was hilft eigentlich wem und wann?
Wir sind überzeugt, dass Prävention in der Zukunft wieder wichtiger sein muss, wir sind überzeugt, dass körperliche Gesundheit eng mit mentaler Gesundheit zusammenhängt. Wir möchten statt einer Fokussierung auf „Sick Care“ wirklich über „Health Care“ sprechen 

Wir träumen von Lösungen, die jungen Menschen helfen, ein gesünderes Leben zu führen, wir wollen verhindern, dass sie krank werden. Dabei sind wir nicht naiv - wir können nicht alles alleine erreichen.
Wir setzen auf Kooperation, Austausch und die eigene Entwicklung, um unsere Ziele zu erreichen: Wir befähigen junge Menschen, ihre individuelle Sexualität respektvoll und sicher zu erforschen, zu erleben und anzunehmen. Wir bieten Wissen, Sicherheit und Unterstützung für ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und ihr Glück.

Das ist natürlich ambitioniert und ich weiß sehr genau, welch weitreichende Mission wir uns hier gegeben haben. Die Vorstellung, dieses Ziel zu erreichen und jungen Menschen weiterzuhelfen trägt mich, trägt uns. Dabei meine eigene Entwicklung und die meines Teams zu beobachten, macht mich stolz. Wir haben 2020 viel dafür getan, uns für diese Reise zu wappnen. Wir haben das gesamte Team auf den Kopf gestellt, sind sehr diagnostisch vorgegangen und haben unsere Schwächen aufgedeckt. Daraus folgten sehr viele Veränderungen. Unser Team ist dabei auch kleiner geworden, viele Positionen wurden verändert, eine neue Governance eingeführt. Aktuell implementieren wir eine projekt-getriebene, agile und datenbasierte Arbeitsweise. Das alleine fordert eine Organisation enorm, dabei ist es jedoch nicht geblieben. Unsere Transformation ist umfassend und ich bin überzeugt, dass sie nur deshalb erfolgreich sein kann, weil sie keinen Halt macht und weil sie alles in Frage stellt. 

Wir haben neue kulturelle Schwerpunkte gesetzt, wollen ein guter Arbeitgeber sein und dabei den Nutzen für unsere Zielgruppe maximieren. Nebenbei müssen wir unsere Existenz sichern, in unsicheren Zeiten die Risiken managen und die Strategie immer wieder anpassen.

Ich habe dabei sehr viel über Transformation gelernt, habe gemerkt, wie man einen Organisation mit zu viel Veränderung überfordern kann und wie schwer es fällt, richtige, aber heikle Entscheidungen zu treffen und trotz der Wiederstände dabei zu bleiben. 

Ich habe gelernt, wie sehr es auf Führung ankommt, um Veränderungen zu treiben, wie sehr es auf Führung ankommt, um Menschen zu entwickeln, wie sehr es auf Führung ankommt, um Resultate zu erzielen. 

Transformation tut ziemlich weh, es kostet Kraft und raubt einem den letzten Nerv - so viele Dinge sind zu bedenken, um all die Fragen zu stellen, passende Antworten zu finden und eine neue Richtung einzuschlagen.

Ich habe uns als relativ junge Organisation immer für sehr dynamisch gehalten. Nun weiß ich, wie sehr es auch eine relativ junge und kleine Organisation schmerzen kann, dies alles in sehr kurzer Zeit anzustoßen und zu exekutieren. Ich habe unterschätzt, wie schnell Routinen und gewohnte Muster lähmen und wie hart es ist, diese zu verändern. Ja, Transformation tut ziemlich weh. Aber ohne sie gibt es keine Veränderung und die ist dringend notwendig.

Ich erwarte im 2. Quartal deutliche Effekte durch diesen Prozess und bin mir ziemlich sicher, dass wir dann schon wieder vieles anders machen wollen, was uns heute noch richtig erscheint. In diesem Sinne: Keep transforming, even if it hurts.

Happy Friday everyone!

Daniel Nagel, CEO