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Normal state

Normal state

Normal state. 

German version below!

Next week is International Women's Day. 

I thought for a moment whether I should dedicate a blog post to the topic. I still think the debate about equality (in all areas of diversity) is a very important one.

So why the consideration? Because a holiday as a symbol alone is not enough. It helps to shift the focus, to stimulate a conversation - but it should never stand alone. That's why I want to talk about what we have learned about parity and how we at ohhh! have become active in the long term. How we conduct dialogue on a daily basis and how it has become our normal state of affairs.

For a long time we did not give diversity a separate role. Is it really still an issue in our generation today? Do we, especially in our own generation, not meet everyone with openness?

Two years ago we were asked if there were any women among us. Of course, I said, we even have more women in the organisation than men. It's just that we have a hard time getting them interested in leadership. In theory, of course, women can take on leadership responsibilities in our organisation. Topic closed. 

I have to be honest: It took the efforts of our People Board member Roman and our Head of People & Culture Sarah for us to dedicate ourselves to the topic. No one had to be convinced of the actual goal, but we had to drum up support for this topic to be seen as relevant for our organisation. As I said, we already felt open, diverse and progressive.

Today, about two years later, we have grown from 15% women in the leadership team to exactly 50%. A great success for the whole organisation. 

But it did not happen overnight. It took many measures to achieve this success. First, we needed the commitment of our leadership team, which was the easy part. Then we listened to our colleagues to find out why the situation is the way it is. 

I often heard that colleagues were not confident in their tasks or that they felt they could not cope with the demands. 

That was really hard for me to understand. Even then, we had great women in our team in whom I had full confidence to achieve great things. Their view of things was simply alien to me. I didn't know where this feeling came from or what part we had in it.

We subsumed our measures under the programme "Diversity First" and achieved a lot with it. The measures included exclusive team weekends for our female colleagues to promote exchange and networking.

We invited female managers as role models and organised additional workshops. Furthermore, we asked our female managers to act as change agents and specifically approached female colleagues to give them leadership tasks. 

This has worked well as a result. But the dialogue with our female colleagues alone was not enough. It was also important for us to gain a new understanding of the issue among our male colleagues. 

Today, for example, we have a different sensitivity in the use of language and take great care to communicate inclusively. These efforts were supported by a clear commitment of the leadership to the issue of diversity and highlighting the importance of this goal. 

Currently, we feel well positioned on the issue of parity. We have long since taken other diversity dimensions into consideration and would like to reflect more internationality in the leadership in the future, for example. We manage recruiting differently today and want to integrate more people with different backgrounds into the team. 

We know that our diversity is our strength and everyone feels that we are really improving as a result. 

This has not only shown in the diversity of ideas, but for me personally in the better discussion culture - today we discuss in a more balanced way and come to better results. From my point of view, this is mainly due to the fact that women in our team improve the discussion situation in many ways, bring in other perspectives and bring the group together.

Next week is International Women's Day and I am happy that we are using this occasion to celebrate great women at ohhh! Thank you for pushing our organisation and me personally forward every day. We only grow when we are united in our diversity - you have taught me that and I am convinced of it.


Happy Friday,

Daniel Nagel, CEO 


NORMALZUSTAND. 


Kommende Woche ist der Weltfrauentag. 

Ich habe einen Moment überlegt, ob ich dem Thema einen Blogpost widmen soll. Die Debatte über Gleichberechtigung (in allen Bereichen der Diversität) halte ich unverändert für eine sehr wichtige.

Warum also die Überlegung? Weil ein Feiertag als Symbol alleine nicht ausreichend ist. Er unterstützt, den Fokus zu verlagern, ein Gespräch anzuregen - er sollte aber niemals alleine stehen. Deswegen möchte ich darüber sprechen, was wir über Parität gelernt haben und wie wir bei ohhh! langfristig aktiv geworden sind. Wie wir den Dialog täglich führen und wie er unser Normalzustand geworden ist.


Lange haben wir der Thematik Diversität keine gesonderte Rolle eingeräumt. Ist das heute in unserer Generation wirklich noch ein Thema? Begegnen wir, ganz speziell bei uns, denn nicht jedem mit Offenheit?

Vor zwei Jahren wurden wir gefragt, ob es denn auch Frauen bei uns gäbe. Natürlich, sagte ich, wir haben sogar mehr Frauen in der Organisation als Männer. Es fällt uns nur schwer, sie für Führungsaufgaben zu begeistern. In der Theorie können Frauen aber natürlich Führungsverantwortung bei uns übernehmen. Thema beendet. 

Ich muss ehrlich sein: Es bedurfte die Bemühungen unseres People Vorstands Roman und unseres Head of People & Culture Sarah, damit wir uns dem Thema dezidiert widmen. Dabei musste niemand vom eigentlichen Ziel überzeugt werden, es musste jedoch ordentlich dafür getrommelt werden, dass dieses Thema als relevant für unsere Organisation angesehen wurde. Wir fühlten uns doch wie gesagt schon offen, vielfältig und progressiv.

Heute, etwa zwei Jahre später sind wir von einem 15%igen Frauenanteil im Führungsteam auf genau 50% gewachsen. Ein toller Erfolg für die gesamte Organisation. 

Doch das klappte nicht von heute auf morgen. Es bedurfte vieler Maßnahmen, um diesen Erfolg zu erreichen. Zunächst brauchten wir das Commitment unseres Führungsteams, dies war die einfache Übung. Im Anschluss haben wir unseren Kolleginnen erst einmal zugehört, um herauszufinden, warum die Situation ist, wie sie ist. 

Ich habe häufig gehört, dass Kolleginnen sich Aufgaben nicht zugetraut haben oder dass sie den Eindruck hatten, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. 

Das war für mich wirklich schwer zu verstehen. Wir hatten schon damals tolle Frauen in unserem Team, in die ich volles Vertrauen gesetzt habe, Großes zu erreichen. Ihre Sicht auf die Dinge war mir schlicht fremd. Ich wusste nicht, woher dieses Gefühl kam und auch nicht, welchen Anteil wir daran hatten.

Unsere Maßnahmen haben wir unter dem Programm „Diversity First“ subsumiert und damit sehr viel erreicht. Zu den Maßnahmen gehörten exklusive Team-Wochenenden für unsere Kolleginnen, die den Austausch und die Vernetzung fördern sollten.

Wir haben weibliche Führungskräfte als Role Models eingeladen und zusätzliche Workshops veranstaltet. Darüber hinaus haben wir unsere weiblichen Führungskräfte gebeten, als Change Agents zu fungieren und konkret Kolleginnen angesprochen, um ihnen Führungsaufgaben zu übertragen. 

Das hat im Ergebnis gut geklappt. Doch der Dialog mit unseren Kolleginnen alleine war nicht ausreichend. Auch bei unseren männlichen Kollegen war uns ein neues Verständnis für das Thema wichtig. 

Heute haben wir zum Beispiel eine andere Sensibilität in der Verwendung von Sprache und achten sehr darauf, inklusiv zu kommunizieren. Unterstützt wurden diese Bemühungen mit einem klaren Bekenntnis der Führung zum Thema Diversität und das Herausstellen der Wichtigkeit dieses Ziels. 

Aktuell fühlen wir uns in der Frage der Parität gut aufgestellt. Wir haben längst auch andere Diversity-Dimensionen in den Blick genommen und möchten in Zukunft z.B. mehr Internationalität in der Führung abbilden. Das Recruiting steuern wir heute anders und wollen mehr Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen in das Team integrieren. 

Wir wissen, unsere Vielfalt ist unsere Stärke und jeder spürt, dass wir dadurch wirklich eine Verbesserung erreichen. 

Gezeigt hat sich das nicht nur in der Ideenvielfalt, sondern für mich persönlich in der besseren Diskussionskultur - wir diskutieren heute ausgeglichener und kommen zu besseren Ergebnissen. Das liegt aus meiner Sicht vordergründig daran, dass Frauen in unserem Team die Gesprächssituation in vielen Hinsichten verbessern, andere Blickwinkel einbringen und die Gruppe zusammenführen.

Nächste Woche ist Weltfrauentag und ich freue mich, dass wir diesen Anlass nutzen, um tolle Frauen bei ohhh! zu feiern. Danke, dass ihr unsere Organisation und mich ganz persönlich  jeden Tag weiter voran bringt. Wir wachsen nur verbunden in unserer Vielfalt - das habt ihr mir beigebracht und davon bin ich überzeugt. 


Happy Friday,

Daniel Nagel, CEO